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Wissenswertes

Hersteller:
Hohner: Der Marktführer ist zwar nicht der einzige Hersteller - aber viele Mundharmonikaspieler haben mit einer Hohner angefangen. Manche Modelle (z.B. "Unsere Lieblinge" und "Echo") werden seit rund 100 Jahren praktisch unverändert weiterhin angeboten. Leider sind gerade die Wiener Modelle oft nur noch in C oder G erhältlich.
Seydel: Der älteste Hersteller, der immer noch unter diesem Namen firmiert, baut ebenfalls hochwertige Mundharmonikas. Allerdings hat sich das Angebot in den letzten Jahren noch mehr in Richtung Richter- und Chromatik-Mundharmonikas verlagert. Selbst die Tremolo-"Mountain Harp" wird nur noch von Händlern angeboten, die über Restbestände verfügen.
Hering: So wie VW den Volkswagen, ließ Hohner lange Zeit seine Mundharmonikas auch in Brasilien fertigen. Inzwischen ist Hering selbständig und mit einer Vielzahl von eigenständigen Modellen auf dem Markt vertreten.
Tombo - diese japanische Firma baut auch die nach dem bekannten Harper so genannten Lee Oskar Harmonicas.
Suzuki - gibt's nicht nur als Motorrad. Von Suzuki gibt es einige interessante, innovative Mundharmonikas. Außerdem werden bei Suzuki die Stimmzungen nicht aufgenietet, sondern aufgeschweißt.
Huang: diese Mundharmonikas kommen aus China. Benannt ist die Firma nach dem Gründer Cham-Ber Huang, der selber ein weltbekannter Harper ist.

Spieltipps für Anfänger und Fortgeschrittene
Vielleicht habt ihr auf diesen Seiten vermisst, dass ich keine genaueren Hinweise auf Haltung und Spielweise der diatonischen Mundharmonika gebe. Für ein paar Euro gibt es brauchbare Anleitungen von Hohner oder vom Preissler-Verlag und anderen. Ein Klassiker ist das Heftchen "Wie spiele ich Mundharmonika?". Man bekommt es problemlos auch antiquarisch.
Außerdem ist glücklicherweise die Mundharmonika-Seite von Klaus Rohwer immer noch online! Auf sie verweise ich sehr gern - dort habe ich selbst schon so manche Spiel- und Reparaturtipps erhalten. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Mundharmonikas gebraucht kaufen?
Über die gängigen Auktionsportale werden immer wieder auch gebrauchte Mundharmonikas angeboten. Kaum zu glauben, wie wenig Ahnung die Anbieter manchmal haben - das kann für den Käufer ein Vorteil, aber auch ein Nachteil sein. Ich habe schon ein paar alte, aber fast neue Hohner Mundharmonika-Verkaufskasten, restauriert 2016. (C) Peter Widenmeyer, www.goschenhobel.deund kaum bespielte Instrumente zu einem günstigen Preis erwerben können. Aber bei so manchen Instrumenten, die als "gut erhalten" deklariert werden, sträuben sich bei mir schon die Nackenhaare, wenn ich die dazugehörigen Fotos sehe!
Grundsätzlich stellt sich bei einem Instrument wie der Mundharmonika ja die Frage, ob das aus hygienischer Sicht überhaupt Sinn macht.
 Zuallererst sollte man schon bei Online-Gebrauchtkäufen die bereitgestellten Fotos genau ansehen oder den Anbieter nach Großaufnahmen der Spielseite (Kanzellen) fragen. Bei Holzkanzellen sieht man sofort, ob sie heruntergespielt sind - wenn großflächig Lack fehlt: Finger weg! Außerdem sieht man auch, ob es in den Kanzellen dort, wo Holz und Messing anliegen, Ablagerungen vorhanden sind. Die bilden sich beim Spielen zwangsläufig (deshalb soll man ja auch nicht direkt nach dem Essen spielen und das Instrument nach dem Spiel reinigen) - aber wenn sie schon seit Jahrzehnten im Instrument herumgammeln oder wenn sich Grünspan gebildet hat, würde ich ebenfalls lieber auf den Kauf verzichten. Eine Ausnahme wäre, wenn man ein besonders schönes und seltenes altes Instrument nur als Vitrinenstück anschaffen will: dann muss man natürlich auch größere Altersspuren akzeptieren. Allerdings hält sich dann auch der Sammlerwert in Grenzen. Als Nichtraucher kann ich mit Instrumenten aus Raucherhaushalten gar nichts anfangen. Sollte man vielleicht auch vorher abklären.

Ansonsten gilt: Natürlich kann man auch gebrauchte Mundharmonikas auch reinigen und desinfizieren. Das ist leichter möglich, wenn die Decken geschraubt und nicht genagelt sind. Ein wenig feinmotorisches Geschick und gesunder Menschenverstand sind auch ganz nützlich (natürlich nicht nur beim Mundharmonika-Putzen, sondern auch im Alltag).

Selbstverständlich nimmt man kein fließendes Wasser. Ich wische bei älteren Instrumenten (auch wenn sie Holzkanzellen haben) nach dem Kauf erstmal mit einem weichen, in wohlriechendem Birnenbrand o.ä. getränkten Leinentuch alles äußerlich ab.
Im Musikfachhandel kann man sich dann ein Mundstück-Spray besorgen und damit gründlicher nachreinigen. Kleine Ablagerungen lassen sich ggf. mit einem Zahnstocher entfernen - aber aufpassen, dass man die Stimmzungen nicht verletzt!
Roststellen auf den Schalldecken lassen sich z.B. mit einem "Miracle"-Putztuch schonend entfernen. Hinterher unbedingt wieder mit dem Mundstückspray nachreinigen.

Sind größere Ablagerungen oder Roststellen auf den Stimmplatten vorhanden, ist eine gründliche Reinigung oft nicht mehr möglich. Bei Hohner gibt es für manche Modelle noch Ersatzteile (z.B. Kanzellenkörper, Stimmplatten oder Decken). Für ältere, nicht mehr erhältliche Modelle kann sich das lohnen. Aber wer zum täglichen Gebrauch ein aktuelles Modell sucht, sollte doch eher zu einem ladenneuen Instrument greifen. Zahnbürsten und Mundharmonikas verleiht man nicht - diese Faustregel macht Sinn und lässt sich sinngemäß auf den Gebrauchtkauf übertragen.

Wer nicht überempfindlich ist, spielt nach erfolgreicher Reinigung sein Instrument ein - und hat damit möglicherweise eben eine Rarität, auf der sich auch nach vielen Jahrzehnten noch Musik machen lässt!

Etuis selber machen?
Leider setzen viele Hersteller bei den Mundharmonika-Etuis auf Kunststoff. Ältere Papp-Etuis brechen oft an den Ecken des Deckels. In letzter Zeit bastle ich ab und zu meine eigenen Etuis: aus stabiler Pappe, schön bezogen mit farbigem Papier und geschmückt mit dem Motiv eines alten Gemäldes. Probiert's einfach selbst mal!

Selbstgemachte Papp-Etuis 2016

 


Mach was Sinnvolles mit deinen Händen - spiel Mundharmonika!



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